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Konsumentinnen und Konsumenten legen zunehmend Wert auf Herkunftsdeklarationen. Damit der einheimische Ursprung von Holz und Holzprodukten und deren besondere Qualitäten im In- und Ausland besser sichtbar werden, hat die hiesige Wald- und Holzwirtschaft ein neues Herkunftszeichen eingeführt. Es macht auf allen Stufen der Holzgewinnung und -verarbeitung bis zum Endverbraucher auf einen Blick kenntlich, was aus der Schweiz stammt.
„Schweizer Holz und Holzprodukte enthalten wesentliche Mehrwerte für Konsumentinnen und Konsumenten. Denn die Schweizer Waldbesitzer bewirtschaften ihre Wälder im internationalen Vergleich auf ökologisch höchstem Niveau“, sagt Christoph Starck, Direktor des Holzwirtschafts- Dachverbandes Lignum, der hinter dem neuen Zeichen steht. Tatsächlich trägt mehr als die halbe Waldfläche des Landes ein Ökozertifikat (FSC oder PEFC). Aus der zertifizierten Fläche stammen etwa 70% des im Schweizer Wald genutzten Holzes.
Allerdings machen beide hierzulande anzutreffenden Öko-Labels nach wie vor keine Aussagen über die Holzherkunft. „Genau die interessiert aber die Konsumentinnen und Konsumenten – und sie haben gute Gründe dafür, wenn sie nach Schweizer Holz fragen“, sagt Starck. Denn in Schweizer Unternehmen fertigen hervorragend ausgebildete Fachleute aus dem Rohstoff Holz Produkte von bester Qualität. Und die macht es aus, dass Schweizer Herkunft im In- und Ausland als fester Wert gilt. Die weltweit durchgeführte Studie „Swissness Worldwide“ der Universität St. Gallen kam 2008 zum Schluss, dass das Länderlabel „Schweiz“unter rund 80 abgefragten Nationen das anerkannteste ist. Und: Das Ausland denkt beim Stichwort „Schweiz“ zu fast 90% spontan an unsere Produkte, die als qualitativ besonders hochstehend gelten.
Wo Schweiz drauf ist, soll auch Schweiz drin sein
Damit die Schweizer Herkunft von Holz und Holzprodukten mit ihren positiven Eigenschaften im Markt besser sichtbar wird, hat die hiesige Wald- und Holzwirtschaft das neue Herkunftszeichen Schweizer Holz eingeführt. Es verbindet den Begriff „Holz“ mit dem Schweizerkreuz und kommuniziert damit die mit unserem Land positiv verbundenen Werte in den Bereichen Produkteigenschaften, Herstellungsmethoden, Umwelt und allgemeine Rahmenbedingungen. Angebracht wird das Herkunftszeichen Schweizer Holz auf dem Produkt selbst sowie auf Begleitdokumenten.
Alles Holz, welches in Schweizer Wäldern gewachsen ist und in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein verarbeitet wird, kann mit dem Herkunftszeichen markiert werden. Bei gemischten Produkten darf ein Anteil des Holzes ausländischer Herkunft sein, jedoch nur, wenn das Holz aus vergleichbaren Produktionsregionen stammt und mit einem Nachhaltigkeitslabel oder einer kontrollierten Herkunft versehen ist. Mindestens 80% des Holzes müssen aus der Schweiz stammen.
Namhafte Hersteller von Holzprodukten mit internationaler Geschäftstätigkeit zeichnen ihre Produkte bereits mit dem Herkunftszeichen Schweizer Holz aus. Dazu zählen etwa die bekannten Schweizer Holzwerkstoff-Fabriken Pavatex und Kronospan. Auch die Migros (Do it & Garden) beabsichtigt, das neue Herkunftszeichen Schweizer Holz zu nutzen und aktiv zu bewerben.
Quelle: Lignum Presseservice |