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Schwyzer Wald, Teil I Klima Der Kanton Schwyz ist ein typischer Voralpenkanton. Nord- und Westwindströmungen ist er frei ausgesetzt. Häufige Staulagen am Alpenkamm führen stellenweise zu hohen Niederschlagssummen und einem rauen Klima. Bild: Reichlich Schnee im Alpthal Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das lokale Klima haben jedoch auch die häufigen Föhnlagen. Stark vom Föhneinfluss geprägt sind zum Beispiel die Gebiete rund um den Vierwaldstättersee. Diese weisen aufgrund des Föhneinflusses und dem Einfluss des Sees ein milderes Klima auf. Klimafaktoren haben einen grundlegenden Einfluss auf den Wald. Sie bestimmen neben anderen Faktoren die Länge der Vegetationszeit, die Verfügbarkeit von Wasser sowie Art und Geschwindigkeit der Bodenentwicklung. Geologie Neben dem Klima hat auch die Geologie einen wichtigen Einfluss auf den Wald. Der Boden entwickelt sich auf dem darunter liegenden Gestein. Die Art des Gesteins bestimmt nicht nur die Verfügbarkeit von Mineralien, sondern hat über weitere Faktoren einen entscheidenden Einfluss auf die Art der Bodenentwicklung. Je nach Untergrund kann die Bodenentwicklung sogar innerhalb kurzer Distanzen völlig unterschiedlich verlaufen. Neben der Art des Gesteins haben z.B. auch die Hangneigung und die Exposition einen wichtigen Einfluss auf die Bodenentwicklung und damit auf die Waldbestockung. Bild: Die Mythen: Inbegriff der vielseitigen Geologie des Kantons Schwyz Der Kanton Schwyz weist geologisch recht unterschiedliche Regionen auf. Man denke an die hügeligen Gebiete am Zürichsee, die recht sanft geformten Voralpen im Gebiet Einsiedeln, die daraus vorstechenden Felsbastionen der Mythen oder die weitläufigen Karstlandschaften im Muotathal. Baumarten Neben dem Klima und der Geologie hat die Höhenlage einen grundlegenden Einfluss auf die Baumartenzusammensetzung eines Waldes. In den tieferen Lagen des Kantons Schwyz dominiert die Buche. Steigt man höher, nimmt die Wuchskraft und somit die Dominanz der Buche ab. Zuerst gesellen sich Weisstannen zu den Buchen. Es folgen die Zonen mit den typischen Mischwäldern. Je höher man in den Tannen-Buchenwäldern steigt, desto mehr gesellen sich Fichten zu den beiden Baumarten und die Buche wir mehr und mehr seltener. Schliesslich erreicht man die Zone der Tannen-Fichtenwälder und kommt somit in die Höhe der reinen Nadelwälder. Steigt man weiter höher, wird die Tanne ebenfalls immer seltener und fehlt schliesslich ganz. Man befindet sich in der Zone der subalpinen Fichtenwälder, welche sich mehr und mehr auflockern je höher man steigt. Irgendwann erricht man schliesslich die Waldgrenze, welche sich im Kanton Schwyz bei 1700 bis 1800 m befindet. Häufig ist die natürliche Waldgrenze aber aufgrund menschlicher Einflüsse nicht mehr klar erkennbar. Bild: Einzelne Fichten an der Waldgrenze Der Kanton Schwyz weist regional sehr unterschiedliche klimatische und geologische Bedingungen auf. Dementsprechend ergeben sich regional mehr oder weniger starke Abweichungen von obigem Schema. Eine oder mehrere Zonen können gänzlich fehlen. Natürlich hat auch der Mensch einen Einfluss auf die Baumartenzusammensetzung eines Waldes. Zudem kommt in unseren Wäldern eine Vielzahl weitere Baumarten vor, welche entweder den dominierenden Baumarten beigemischt sind, oder auf Spezialstandorten selber dominieren. |
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an webmaster - letzte änderung 25.04.2010 |